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William Fitzsimmons *I don’t feel it anymore*

17 Okt

18:43 Uhr

Zurück von der Deutschland-Tour. Eigentlich ja schon eine Woche, aber bis man dann erst einmal alles erledigt hat, was sich in der Urlaubszeit so angesammelt hat… Ihr kennt das.

Der Urlaub war schön und anstrengend und kulturell und kulinarisch und vieles vieles mehr… wenn es nach mir gegangen wäre, wäre ich ja noch weggeblieben… aber mich fragt ja nun mal keiner… Und Uni und Arbeit warten schließlich oder eben auch nicht.

Also bin ich wieder da und seit heute dann eben auch neben dem Arbeitstrott auch zurück im Unitrott.

Außerdem bin ich aber auch zurück in der Radio- und Internetzivilisation und da gab es dann gleich an dem Abend, als ich wieder zu Hause war William Fitzsimmons um die Ohren gehauen… Und ich schwöre, ich werde mir die Platte nicht kaufen… denn dann versinke ich komplett in eine Posturlaubs-/Herbst-Depression.

Dennoch möchte ich euch den folgenden Song von ihm nicht vorenthalten:

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Kraftklub *Ich will nicht nach Berlin*

22 Sep

0:26 Uhr

So, morgen… oder eigentlich schon heute, begebe ich mich auf große Deutschlandtour, so dass ich mal gerechtfertigt an dieser Stelle fehlen werde. Es wird wohl archaisch werden.

Macht es gut Nachbarn und vielleicht sieht man sich ja in der einen oder anderen Stadt!

P.S.: dem Titel widersprechend startet die Tour natürlich doch in Berlin… hmpf… aber von wollen kann keine Rede sein… wat mut, dat mut eben.

Winson und Tex *Rakete’ee’ee’*

23 Jan

18:17 Uhr

Gestern war an meiner alten Schule der Tag der offenen Tür. Ein Ereignis, dass ich seit Ende meiner Schulzeit immer gerne wahrgenommen habe… und nachdem ich es letztes Jahr irgendwie versäumt hatte, war in diesem Jahr die Freude umso größer, als mich zwei Freunde daran erinnerten und wir dieses Event gleich mal mit einem gemeinsamen Treffen verknüpfen konnten.

Das Ende meiner Schulzeit liegt im Sommer dann auch schon fünf Jahre zurück, dementsprechend viel hat sich auch in der Schule geändert, aber irgendwie auch doch nicht.
Am meisten habe ich mich eigentlich darüber gefreut eine handvoll alter Lehrer wieder zu treffen, da ich eigentlich immer ein gutes Verhältnis zu meinen Lehrern hatte, hatte ich auch den Eindruck, dass  diese Freude nicht nur auf meiner Seite war. Und so konnte ich dann nicht nur meine von mir nach wie vor sehr verehrte Deutschlehrerin in die Arme schließen, sondern auch meine Politiklehrerin. Und mit der restlichen Lehrerschaft waren dann auch noch diverse Pläuschchen möglich. So lob ich mir das. Komplimente gab es auch, für gutes Aussehen und so… So was kann manchmal echt wichtig sein.

Einerseits war ich echt froh das alles mal wiederzusehen und so ein bisschen wehmütig wird man dann doch. Aber irgendwie waren wir dann auch froh, als wir die Schule wieder verlassen haben. Ist halt irgendwie ein ganz eigener Kosmos.

Unterm Strich stellt sich mir jetzt aber noch die Frage, wie weit sind eigentlich Fremd- und Selbstwahrnehmung auseinander… Ich habe von zwei meiner Meinung nach sehr feinfühligen Lehrern nämlich einmal zu hören gekriegt: „Du siehst so zufrieden aus.“ und von einem anderen Lehrer: „Hast du Kummer? Du wirkst so bedrückt und unglücklich.“ (mal nebenbei bemerkt, ich finde es nach wie vor sehr angenehm, geduzt zu werden… in der 11. Klasse haben die Lehrer mal angefangen, einen zu siezen, bis es darüber mal ne Abstimmung gab, dass das scheiße ist)
Wie dem auch sei… Ich kann mir selbst irgendwie nicht beantworten, ob ich zufrieden bin oder eher bekümmert. Seltsam ist das. Höchst merkwürdig.

Der Tag war damit aber noch nicht zu Ende, denn es ging noch weiter zu einem gemeinschaftlichen super leckeren Mittagessen. Es gab Wildschweingulasch (ein Traum) an selbstgemachtem Rotkohl (noch ein Traum), dazu gewöhnliche Knollen (aber dennoch lecker).
Beim anschließenden Sit-In durfte ich mir dann auch noch anhören, dass ich mich zum Einsiedler entwickle und, dass dieser Entwicklung durchaus kritisch gegenüber gestanden wird. Zum Glück war das nur eine Meinung, der Obereinsiedler himself konnte eine solche Aussage ja nicht unterstützen, damit hätte sich der Herr dann wohl ins eigene Fleisch geschnitten und so hatte ich eben bei diesem Diskussionspunkt Schützenhilfe.
Pah, Einsiedler… nur weil ich Menschen nicht mag.
Darüber hinaus gab es auch noch einige andere erfrischende Diskussionen, auf deren Grundlage man mal den Blickwinkel ändern kann. Ist ne feine Sache.

Insgesamt halten wir also fest: ein sehr gelungener Samstag.

Sofaplanet *Rücksichtslos die Welt zusamment.*

3 Nov

19:24 Uhr

Rücksichtslosigkeit kennt keine Grenzen,
Rücksichtslosigkeit kennt kein Pardon.

Es ist doch so: man lebt, auch wenn man allein wohnt, immer auch mit anderen Menschen zusammen. Ganz unweigerlich, ob man will oder nicht. Also nimmt man Rücksicht. Rücksicht. Man nimmt sich selbst und seine eigenen Bedürfnisse also zurück. Dies sollte vor allem zu bestimmten Tages- beziehungsweise Nachtzeiten geschehen.
Dafür, dass das nicht immer gelingt habe ich vollstes Verständnis. Da ich ein Tollpatsch in allen Lebenslagen bin, muss ich dafür Verständnis haben. Denn auch ich, bin nicht immer rücksichtsvoll… nicht aus Boshaftigkeit oder purem Egoismus (okay, das manchmal auch), sondern manchmal eben aus Unwissenheit und eben vor lauter Tollpatschigkeit.

Aber wenn jemand auf die schlaue Idee kommt, morgens um 6 Uhr (!!!) Staubzusaugen und das so laut, ungeschickt und unverschämt, dass das Geräusche verursacht, die sich anhören, als würde eine Abrissbirne ins Haus krachen, dann fehlt mir das Verständnis und ein solches Verhalten fällt dann für mich schlichtweg in die Kategorie rücksichtslos. Achso, stimmt, der wollte einfach nur noch schnell vor der Arbeit sauber machen, weil er nachmittags Besuch erwartet. Das verstehe ich natürlich.
Oder der Typ, der morgens um 7 Uhr gerne in voller Lautstärke die fetztigsten Hits gespielt auf einer Orgel hört, sehr rücksichtsvoll. Wie meint ihr?! Der ist vielleicht schwerhörig? Das kann natürlich sein. Hm, na dann… dann ist das sein gutes Recht.

Aber man wohnt ja nicht nur, man hat ja auch so etwas wie Alltag und lebt dann so vor sich hin und auch dort, trifft man auf Rücksicht soweit das Auge reicht.

Auf dem Weg zum Bus zum Beispiel. Die Ampel zeigt grün für die Fußgänger, eilig huscht man rüber, weil die Grünphase ohnehin nie lang genug ist und trotzdem man sich beeilt, müssen einem manche Autofahrer trotzdem noch die Hacken abfahren. Ach die haben es eilig!? Na dann.
Am Bus geht es dann auch schon weiter. Der Bus kommt an, man steigt ein, dabei wird man schon von hinten geschubst. Besonders gern von Leuten im Rentenalter oder Grundschulkinder. Die wollen sicher nur nicht länger als nötig in der Kälte stehen, drum „beeilen“ die sich so.
Im Bus das nächste Drama, kein Sitzplatz mehr frei… Nein, so ganz stimmt das nicht… denn natürlich sind noch Sitzplätze frei, aber natürlich muss man dort seine Tasche abstellen und auch wenn man sieht, dass der Bus voll wird, nimmt man diese nicht runter… Gerne wird man dann auch angeknurrt, wenn man höflich darum bittet, sich doch setzen zu dürfen. Ist ja auch zu unverschämt.
Man ist an seinem Ziel angekommen, auch jetzt wird beim Aussteigen gedrängelt… als nächstes fährt einem der Busfahrer fast über den Haufen. Beim Versuch zur S-Bahn zu gelangen, muss man einige Treppen überwinden… die meisten Leute stürmen, ob gesunder Füße und Knochen oder nicht zur Rolltreppe und rennen einen dabei fast über den Haufen.
Die Sache mit dem rechts gehen haben die meisten ohnehin nicht verstanden. Gerne bleibt man auch abrupt mitten im Weg stehen.

Bis jetzt ist es noch nicht mal 10 Uhr und meine Laune ist schon im Keller versunken. Vielleicht ist sie aber beim Aufstehen auch gar nicht erst rausgeklettert… oder der Staubsauger hat sie heute morgen um 6 Uhr verschluckt.
Und ganz vielleicht bin ich auch einfach nur eine kleine misanthropische Miesmuschel.

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